Mit Gutwettersehnsucht bis zur großen australischen Bucht

Am Montag den 06. Oktober haben wir den Regen hinter uns gelassen und sind nach Victor Harbour auf die Fleurieu Halbinsel gefahren. Da unser Campingplatz direkt an einer Strandpromenade gelegen war, spazierten wir an unserem Ankunftstag bis in den Ortskern und konnten bereits die lange Brücke bis nach Granite Island sehen.

Diese kleine vorgelagerte Insel wollten wir am nächsten Vormittag erkunden. Es gab einen süßen kleinen Rundweg mit vielen tollen Ausblicken auf die Bucht und das offene Meer. Scheinbar gibt es dort sogar eine kleine Population von Zwergpinguinen, die allerdings 2020 durch Fuchsangriffe stark zurückgegangen ist. 🐧 Wir haben lange überlegt, ob wir unser Glück nicht einfach versuchen und bei der Abenddämmerung hinüber laufen sollen, aber uns dann schlussendlich doch dagegen entschieden. Durch die Zeitumstellung Anfang Oktober wird es hier nämlich inzwischen erst um 19:30 Uhr dunkel. 🕒

Nach zwei Übernachtungen entschieden wir uns die Halbinsel weiter zu erkunden und fuhren bis in den südlichsten Zipfel nach Cape Jervis, wo auch die Fähre nach Kangaroo Island ablegt. Wir hatten uns bis zum Schluss offen gehalten auf die scheinbar wirklich schöne und ruhige Insel überzusetzen. Aufgrund des wirklich hohen Preises von mehr als 350€ und leider schlechter Wettervorhersage, haben wir uns dagegen entschieden und sind stattdessen nach Rapid Bay gefahren.

In dieser kleinen Bucht liegt ausschließlich ein kleiner sehr einfacher Campingplatz mit einem Steg in Nähe. Mit aufklarendem Himmel entschieden wir uns für einen kleinen Spaziergang dorthin und bestaunten die traumhaft schöne Aussicht. Als alte Tierbegeisterte haben wir in solchen Momenten immer beide Augen aufs Wasser gerichtet, mit der Hoffnung, etwas Besonderes wie Rochen oder Haie erspähen zu können. 🤓 Plötzlich rief Lukas, dass direkt unter uns irgendetwas sein könnte. Und tatsächlich konnten wir unseren Augen gar nicht trauen, als plötzlich ein kleiner, super flinker Zwergpinguin auftauchte. 🐧 Bevor wir ein Foto schießen konnten, war er auch schon wieder weggeflitzt und tauchte in weiter Entfernung für wenige Sekunden nochmal auf, bevor er gänzlich verschwand. Wir waren super glücklich, doch noch einen Pinguin gesehen zu haben. Auf dem Rückweg zum Strand ging es gleich spannend weiter, als Kristin eine große Rückenflosse in Ufernähe erspähte. Bei erneutem Auftauchen konnten wir deutlich erkennen, dass es sich um einen einzelnen Delfin handelte. Schnell holten wir unsere Drohne und schafften es, ihn eine ganze Weile von oben zu verfolgen und zu filmen. Das hat wirklich Spaß gemacht. 🌊 🐬

Am nächsten Morgen fuhren wir die Küste entlang Richtung Adelaide. Kurz vor unserem Ziel schauten wir uns noch den Noarlunga Jetty an. Bei SEHR starkem Wind liefen wir bis nach ganz vorne auf den Steg und waren fasziniert, wie die großen Wellen an dem vorgelagerten Riff zerbrachen. Erneut machten wir vom Steg aus eine coole Beobachtung: Eine Robbe badete ganz entspannt mitten in den Wellen, wo wir allein beim Anblick längst ertrunken wären. 🦭 😅

Für die nächste Nacht suchten wir uns den Brighton Beachfront Holiday Park südlich von Adelaide aus. Direkt hinter einer Düne konnten wir von unserem Stellplatz aufs Meer blicken und hatten abends seit langem einen tollen Sonnenuntergang über dem Meer. 🌅

Keine zehn Minuten von unserem Campingplatz entfernt lag die Seacliff Bahnstation, sodass wir kurzerhand entschieden, den halben Tag in Adelaide zu verbringen. Da wir Ende November zur Beachvolleyball Weltmeisterschaft dorthin zurückkehren werden, reichte uns zum jetzigen Zeitpunk ein kleiner Vorgeschmack. 😊 ☀️

Auf Empfehlung eines Mannes in der Touristeninformation fuhren wir auf unserer Weiterfahrt einen kleinen Schlenker ins Inland zur Clare Valley Weinregion. 🍇 Bei Sonnenschein liehen wir uns spontan zwei Fahrräder aus, um den Riesling Trail entlang zu radeln. 🚲 Wir können festhalten, dass wir deutlich schönere Weinberge aus unserer Heimat gewohnt sind, aber trotzdem einen gemütlich Nachmittag hatten. Dieser wurde mit einem leckeren Abendessen (natürlich inklusive leckerem Riesling 😋) abgerundet, bevor es nach Yacka auf unseren Campingplatz für die Nacht ging.

Unsere nächste Etappe über Port Augusta bis nach Ceduna erstreckte sich über knapp 700 Kilometer, weshalb wir es uns offen hielten, dies in einem Stück zu fahren. Bereits am Vormittag erreichten wir Port Augusta, was uns aufgrund vieler herumlungernder Obdachloser gar nicht gefiel und wir es bei einer Pippipause beließen. Anschließend ging es zurück auf den Highway 1 in die trockene und eintönige Steppenlandschaft. Schlussendlich fuhren wir die gesamte Strecke bis nach Ceduna mit einem Mittagsstopp an einem Roadhaus, dass den Mittelpunkt der Ost-West-Ausdehnung Australiens markiert.

In Ceduna verbingen wir zurzeit zwei Nächte auf einem einem süßem Campingplatz direkt am Meer, der zudem mit 20$/Nacht total günstig ist. 😍

Bis zurück nach West Australien gibt es generell wieder unzählige kostenlose Übernachtungsplatz entlang des Highway 1. Mal schauen, ob wir die sechs Stunden bis zu unserem nächsten Ziel nach Eucla in einem Stück fahren werden, oder diesmal auf einem Rastplatz eine weitere Übernachtung einlegen.

Bis bald!
Kristin & Lukas

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