Wie wir bereits in unserem letzten Blogbeitrag angekündigt haben, ging es für uns fünf Tage lang in die Stadt Taipeh. Die Millionenstadt im nördlichen Teil der Insel Taiwan ist mit 2,5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt und gleichzeitig auch die Hauptstadt des Landes. Von hier aus nahmen wir dann am 13.03. einem Direktflug nach Mactan (Cebu) auf die Philippinen.
Aber jetzt wieder zurück zu Taipeh: Das Beauty B Chic Hotel liegt in einem ruhigen Viertel des Stadtzentrums. Bei der Ankunft fiel uns direkt auf, dass es sehr sauber und ordentlich ist. An der U-Bahn-Station gibt es beispielsweise eingezeichnete Linien zum Anstehen vor den Türen, es herrscht ein absoluten Ess- und Trinkverbot und niemand blockiert einen Sitz mit Taschen oder Tüten. Könnte man bis auf das Trinkverbot auch mal in Deutschland einführen! 😁 Hier ein paar allgemeine Eindrücke:




Da wir erst gegen 22 Uhr im Hotel eintrafen, haben wir die erste Erkundungstour auf den nächsten Morgen verschoben. Wir wollten uns verschiedene Künstlerszenen, die sogenannten Creative Parks, anschauen. Abends ging es dann noch auf den großen Night Market im Viertel Ximen. Taipeh ist in unseren Augen keine typische Touristenstadt, die viele überlaufe Hot-Spots hat, sondern die sehenswerten Attraktionen liegen sehr verteilt. Jedoch ist alles ist mit einem super effektiven U-Bahnnetz verbunden und bei 12€ für das 3-Tagesticket kann man echt nichts sagen. Der 1944 Creative Park war unser erstes Ziel. Er besteht aus mehreren alten Backsteinfabrikgebäuden und grenzt an einen grünen Park. In den einzelnen Hallen befinden sich viele kleine süße Geschäfte, die Souvenirs, Kleidung und handgemachte Kleinigkeiten anbieten.




Darüberhinaus lieben die Taiwanesen scheinbar (wie auch Chinesen und Japaner) Anime und Zeichentrickfiguren. Deshalb sind auch viele kleine Ausstellungen zu bekannten Serien zu finden. Wir kannten davon allerdings nur Snoopy und Spongebob! 😅 So entschieden wir uns, lieber noch einen Abstecher in das Museum der Modernen Kunst zu machen.


Nach dem gemütlichen Bummeln fuhren wir in das belebte Viertel Ximen. Die große Chengdu Kreuzung erinnert mit vielen leuchtenden Werbereklamen und großen Bildschirmen ein bisschen an eine Miniversion des Times Squares. Auf der linken Seite befindet sich ein weiterer Künstlermarkt, die 16 Creative Boutique. Auf der rechten Seite führt eine Straße mitten ins Geschehen des Night Markts. Dort befindet sich ebenfalls die bekannte Regenbogenstraße, die ein beliebter Fotospot ist. 🌈 Der Night Market gleicht hier eher einer belebten Einkaufsstraße mit Klamottenläden, ein paar Souvenirgeschäften und vielen Restaurants. Leider lässt das vegetarische Angebot sehr zu wünschen übrig. An diesem Abend probierten wir uns noch an einer Nudel-Gemüse-Suppe, die aber bei Weitem nicht mit der vietnamesischen oder thailändischen Küche mithalten konnte. Deshalb gab es die restlichen Tage für uns auch nur noch Sandwiches von Subway oder Pommes bei Burger King 🥲! Da waren wir wenigstens auf der sicheren Seite. 😂




Am nächsten Tag wollten wir auf den 508m hohen Taipei 101 Tower. Zuvor ging es jedoch noch zum Frühstücken bei uns ums Eck in das SKA Coffee. Ein gebürtiger Spanier führt diesen kleinen Laden und bietet neben gutem Kaffee auch leckere Bagels und Croissants an. 🥐 🥯 Uns schmeckte es so gut, dass wir auch die restlichen Tage wieder dort hingingen. Am letzten Morgen wurden wir sogar auf seiner Polaroid Fotowand verewigt. 📸



Der Tapei 101 war von 2004 bis 2009 das höchste Gebäude der Welt -ist aber inzwischen auf Platz 11 gerutscht. 🙃 Er liegt im Finanzdistrikt von Taipeh und ist bereits von anderen Orten aus weiter Entfernung sichtbar. Mit dem schnellsten Personenaufzug der Welt ging es bis ganz nach oben. Dort erwartete uns eine 360 Grad Aussichtsplattform bei klarer weiter Sicht. Uns fiel erstmals auf, dass die Stadt im Süd-Osten von einer wunderschönen grünen Hügellandschaft umgeben ist und im Norden an den Tamsui Fluss grenzt. Im Vergleich zu den anderen asiatischen Großstädten, die wir besucht haben, besteht Taipeh im Kern fast ausschließlich aus Hochhäusern, die einen Kontrast zu den vielen grünen Park- und Sportanlagen schaffen.




Die beiden Highlights des darauffolgenden Tages waren definitiv die Ausstellung von Thomas Demand (einem deutschen Fotografen und Künstler) im Fine Arts Museum und die riesige eindrucksvolle Chiang Kai-shek Gedächtnishalle. Demand baute über 30 Jahre hinweg riesige Szenerien aus Papier nach, um sie anschließend zu fotografieren. Für einen Wald faltete er beispielsweise 250.000 Papierblätter, was ganz schön beeindruckend ist.



Da wir bereits sehr viel von der Stadt gesehen hatten, beschlossen wir am vierten und letzten Tag mit der Metro bis zur Endstation Tamsui zu fahren. Hier mündet im Norden der Stadt der Tamsui Fluss in das Ostchinesische Meer. Es gibt eine Art Uferpromenade mit vielen Geschäften, die wir einmal komplett entlang spazierten. Auf der anderen Flussseite waren hohe Berge zu sehen, die bei dem guten Wetter ein echt schönes Bild abgaben. Auf dem Rückweg stiegen wir nochmal im Studentenviertel Shilin aus, um einen weiteren einheimischen Night Market zu besuchen. Dort probierten wir die typisch taiwanesischen Süßkartoffelbällchen, die tatäschlich wie eine süßliche Mischung aus Donut und Pommes schmecken! 😋




Abschließend können wir festhalten, dass Taipeh eine interessante Stadt für einen Kurzaufenthalt sein kann. Für uns waren die vier vollen Tage etwas zu lang und vor allem das kulinarische Angebot zu fleischlastig. Trotzdem hat uns der kleine Einblick in die chinesische/taiwanesische Kultur gut gefallen und die Menschen sind alle äußerst freundlich.🥰
Für uns ging es heute morgen weiter auf die philippinische Insel Cebu. Wo es uns genau hinverschlägt und was wir dort vorhaben werden wir euch im nächsten Blog erzählen. 😊 🤿
Kristin & Lukas

