SaPas Reisterrassen haben Eindruck hinterlassen
Um das Bergdorf SaPa zu erreichen, stand uns ein weiterer 8 stündiger Reisetag bevor. Wir wurden pünktlich um 8:30 Uhr mit dem Minivan abgeholt und einen Ort weiter nach Ninh Binh an die Busstation gefahren. Dort stand auch schon unser Reisebus mit den bequemen Liegeplätzen in den Startlöchern. An Hanoi vorbei ging es weiter nördlich, bis wir gerade mal noch 5km von der chinesische Grenze entfernt waren. Kurze Zeit später trafen wir auch schon im Elite Hotel Sapa ein und machten uns direkt auf den Weg zum Abendessen. Die Region Sapa wird von circa 38 000 Menschen bewohnt und befindet sich auf 1600m. Die französische Kolonialmacht machte den Ort zum beliebten Erholungszentrum für Touristen, weshalb viele Gebäude, wie auch der alte Bahnhof, nach wie vor sehr französisch aussehen. Um ins Zentrum zu gelangen nahmen wir direkt neben unserer Unterkunft eine verwinkelte alte Steintreppe, die hinunter zur Hauptstraße führt. Direkt in dieser kleinen Gasse befindet sich auch unser veganes Liebingscafé, Thong Dong, wo wir fortan jeden Tag frühstücken gingen.






Am ersten Tag machten wir eine kleine Erkundungstour durch den Ort, spazierten einmal um den dort gelegenen See und informierten uns, wie wir am Folgetag auf den Fansipan Gipfel kommen. Der Fansipan ist mit 3143m nicht nur der höchste Berg Vietnams, sondern auch ganz Indochinas. Nachdem wir herausgefunden haben, dass die Gondel erst 2017 in Kooperation mit dem Schweizer Hersteller Doppelmeyer erbaut wurde, verschwanden auch unsere letzten Bedenken bezüglich der 6km langen Fahrt über tiefe Abgründe bis zur oberen Bergstation. 🚡




Gesagt getan ging es für uns am Samstagmittag trotz Nebelwarnung vom alten Bahnhof mit einer Zahnradbahn zur Gondelstation. Von dort aus nahmen wir nach 45-minütiger Wartezeit endlich die Gondel. Während der Fahrt legten wir weitere 1000 Höhenmeter zurück. Oben angekommen, befanden wir uns inmitten einer dichten Nebelwolke und der Wind wehte uns mit 15 km/h um die Ohren. Zum Gipfel fehlten nur noch die letzten 143 Höhenmeter, die wir über Treppen zurücklegen mussten. Am Ziel angekommen, knipsten wir lediglich unser Bild an der Gipfelfahne, denn viel mehr als diese konnten wir leider nicht sehen. 💨☁️




Um noch weiter dort oben zu verweilen, war es uns definitiv zu windig und zu frisch, weshalb wir lieber wieder zurück in die Stadt mit sommerlichen 26 Grad fuhren. Nach einer Stärkung verbrachten wir den restlichen Mittag im Gecko Café bei leckerem Tee und Kuchen. Da am gleichen Abend Udo ebenfalls in Sapa eintraf, planten wir für den nächsten Tag einen letzten gemeinsamen Ausflug (diesmal ist es auch wirklich der letzte 😅).

Hierfür liehen wir uns zwei Roller aus und fuhren in das 7km entfernte Muong Hoa Valley. Auf dem Weg ins Tal machten wir Halt an Aussichtsplattformen, flogen Kristins Drohne und kehrten im süßen Cloud boat coffee ein. Von dort aus hatte man einen malerischen Blick auf die Berglandschaft mit den Reisterrassen. ☕️⛰️




Zum Abschluss des Tages und der gemeinsamen Zeit mit Udo gingen wir noch ein letztes Mal zusammen Abendessen. Das Su-Vegetarian Restaurant war hierfür genau die richtige Wahl. Es war ein außergewöhnliches Ambiente und die Gerichte wurden super süß und mit viel Liebe angerichtet. 😋🍴



Während es für Udo wenige Tage später zu seinen letzten Reisestopps nach Malaysia ging, führte unsere Route mit dem Bus in die Landeshauptstadt Hanoi.
Ahoi, Hanoi!
Angekommen mitten im Geschehen! Das Amara Hotel liegt direkt in einer Seitenstraße des Altstadtviertels von Hanoi. Mit vielen Restaurants, Bars und Lädchen spielt sich hier das Geschehen ab. Nach dem Check-In ging es für uns natürlich erstmal zu Banh Mi 25, sodass wir gestärkt waren für unsere erste Erkundungstour um den nahegelegenen Stadtsee am frühen Abend.

Am nächsten Tag ging es direkt nach dem Frühstück weiter. Wir schauten uns die Chùa Trấn Quốc Pagode auf dem Ho Tay See an, machten eine Cafépause im berühmten The Notes Coffee, liefen entlang des Ho Chi Minh Mausoleums und ließen den Tag erfolgreich mit einem Hanoi Bier an der belebten Train Street ausklingen.





Wir können tatsächlich sagen, dass die fünf Nächte in Hanoi etwas lang waren, denn wir hatten bereits nach zwei Tagen die Hauptattraktionen gesehen. Dennoch vertrieben wir uns die Zeit, indem wir viele Cafés ausprobierten und uns einfach mal ganz entspannt treiben ließen. Besonders gut gefiel uns das Always Café im Harry Potter Stil und das Loading T Café, welches sich in einer wunderschönen alten französischen Villa befindet. ☕️



Am vorletzten Abend besuchten wir auf Empfehlung von Anke und Dirk noch das bekannte Wasserpuppentheater von Hanoi. Auch wenn es etwas skurril war, war es echt interessant und zwischendurch auch lustig. Es gab sogar einen deutschen Audio-Guide, der die verschiedenen Szenen erklärte und das Stück begleitete. 🎭



Am letzten Tag wollte Kristin noch ein paar Eindrücke mit ihrer Kamera einfangen und wir schlenderten ein paar Stündchen durch die belebten Straßen von Hanoi, um die Menschen dort bei ihrem alltäglichen Leben zu beobachten und abzulichten. 📸




Unsere Zeit in Vietnam ist nun nach ziemlich genau einem Monat vorbei. Auch wenn wir viele wunderschöne und vielfältige Landschaften sowie Städte bestaunen konnten sind wir froh, das chaotische Treiben (zumindest vorerst), die dreckigen Straßen und die ewig langen Busfahrten hinter uns zu lassen. Trotz dessen war die Zeit in Vietnam, insbesondere durch die Besuche von Anke, Dirk und Udo ein Highlight unserer bisherigen Reise. 😊
Als nächstes auf unserem Plan, steht das Land Taiwan! 😉🇹🇼
Kristin & Lukas


Super Beiträge und so lebendig.
Zusätzlich eine kleine Anmerkung: der Seilbahnbauer die Firma Doppelmayr kommt aus Österreich.