Da Malaysia für uns eher als Durchreiseland gedacht war und Kristin auch am Ende krank geworden ist, fassen wir in diesem Blogbeitrag unsere beiden Inselaufenthalte im Norden zusammen.
Georgetown, Penang
Nach einer Nacht in den Genting Highlands ging es weiter in Richtung Norden des Landes. Ein Grab Taxi brachte uns zum Busbahnhof zurück nach Kuala Lumpur und dann ging es mit einem wirklich sehr komfortablen Fernbus 5 Stunden die Küste entlang bis nach Butterworth. Dort ist auch direkt die Fähre, um nach Georgetown auf die Insel Penang zu gelangen.

Nach unzähligen kolonialen Einflüssen ging diese Insel tatsächlich erst 1963 zurück an Malaysia. Durch die vielen geschichtlichen Aspekte sowie erhaltenen Gebäude und Stadtmauern ist Penang auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden. Die Fähre geht vom Festland aus circa alle 30 Minuten und ist in gerade mal 20 Minuten schon auf der anderen Seite. Auf der Insel angekommen war unsere Unterkunft fußläufig erreichbar und recht zentral gelegen. Das Sky Hive Inn bietet wirklich gute Preise für saubere, große Zimmer. Leider roch es anfangs stark nach kaltem Rauch (obwohl es ein Nicht-Raucher-Hotel ist). Nachdem ein Zimmerwechsel nicht möglich gemacht wurde, brachte ein Angestellter immerhin einen Raumerfrischer, der tatsächlich mehr half als wir erwartet hatten. Die kleine Stadt bietet viele leckere Essensangebote und süße kleine Gassen mit Geschäften, um sich ein bisschen treiben zu lassen. Am ersten Abend fanden wir ein veganes Lokal mit leckeren Falafel-Platten und Dips. Es schmeckte so gut, dass wir beschlossen, mindestens noch einmal während unserer Zeit hier auf Penang dort hinzugehen. Auf dem Heimweg entdeckten wir noch die Central Firestation. Sie sieht fast schon aus wie ein Spielzeugfeuerwehrhäuschen.



Am nächsten Morgen suchten wir uns mal ein alternatives Frühstück zum Supermarkt Bananenbrot. Hier gibt es überall ein komisches süßes Toastbrot zu einem flüssigen halbgekochten Ei. Nachdem Lukas auch noch der Pfeffer ausgerutscht ist, hat es das Essen nochmal so richtig aufgewertet… 😮💨 Wir beschlossen daraufhin, uns die nächsten Tage wieder dem Bananenbrot zuzuwenden. Anschließend gingen wir zum Hafen und spazierten die Promenade entlang, bis wir zu einem wirklich schönen Park kamen, an den das Rathaus und die Staatsgalerie von Georgetown grenzen. Zudem konnte man auf dem Weg dorthin die ehemaligen britischen Stadtmauern, Fort Cornwallis, kaum übersehen.




In ganz Penang sind kleine Kunstwerke aus Draht versteckt. Sie wurden 2009 in der gesamten Region platziert und erzählen kleine historische Ereignisse nach. Manche von ihnen sind sogar nachts beleuchtet. Scheinbar gibt es in Summe 52 Stück auf der Insel. Auch wenn wir sie nicht immer verstanden haben, sahen sie ganz cool aus und wir fanden die Idee sehr lustig.



Zuletzt besuchten wir die belebte Einkaufsgasse Armenian Street und die berühmten Holzhäuschen auf dem Wasser. Das Wort „Jetty“, was Steg bedeutet, kennzeichnet die jeweiligen Wohnsiedlungen. Die Familien, die dort leben, bewirten entweder kleine Restaurants vor ihren Häusern oder kleine Stände mit Schmuck und Souvenirs.




Der nächste Tag sollte ein Strandtag werden. Die Sonne strahlte zum Glück schon, als die nach dem Aufstehen den Vorhang unseres Zimmers öffneten. Ein Grab Taxi brachte uns circa eine halbe Stunde entfernt zu einem großen Strandabschnitt. Dort war es total ruhig, fast menschenleer und es gab jede Menge Schatten unter den Bäumen. Hier verweilten wir bis zum frühen Abend und gingen abends noch etwas leckeres japanisches essen.

Am letzten Tag fühlte Kristin sich leider gar nicht mehr gut und wurde krank, weshalb wir nichts mehr unternommen haben. Trotzdem ging es am Morgen danach mit der Fähre weiter nach Langkawi, da wir die Tickets schon gebucht hatten.
Langkawi
Nach circa 1,5 Stunden auf der Fähre erreichten wir gemeinsam mit vielen anderen Menschen die Insel Langkawi. Die Fahrt war recht angenehm und ohne starken Wellengang. Direkt am Hafen wurden wir von einer großen Adler-Skulptur begrüßt. Hier ist der Weißbauch-Seeadler und der Brahmanenmilan zu Hause. Ansonsten können wir von Langkawi leider nicht sehr viel berichten. Kristin lag drei weitere Tage durchgehend mit Fieber im Bett und Lukas vertrieb sich die Zeit im Hotelpool oder abends in der Stadt. Dabei besuchte er jeden Tag sein Stamm-Lokal Royal India, ging für uns beide einkaufen und versorgte Kristin mit Medikamenten.



Am letzten Tag vor der Abreise schafften wir es auch wenigstens einmal gemeinsam zu einem kleinen Strandspaziergang und Kristin durfte auch in den Genuss des indisches Channa Masala Currys kommen.



Am Tag vor Halloween ging es weiter
für noch mehr Sonne und Strand
mit dem Speedboot als Begleiter
bis rüber nach Thailand!
Kristin & Lukas

