Wale und Camping am Fluss, waren ein purer Genuss

Fraser Island Tour

Am 22. August sind wir wie bereits angekündigt am späten Nachmittag in Hervey Bay eingetroffen. Wir hatten uns das Collonial Village in der Nähe des Hafens für drei Nächte gebucht. Am nächsten Morgen ging es erstmal auf Erkundungstour den Hafen entlang und in das kleine Städtchen. Mit wunderschönem Blick aufs Meer gönnten wir uns einen leckeren Salatteller zu Mittag und verbummelten die Zeit. Zurück auf dem Campingplatz war es mal wieder Zeit für eine Runde Tennis auf dem zugehörigen Asphaltplatz! 😅 Trotz ein paar Unebenheiten und Löchern reichte es locker für unser Niveau und machte sehr viel Spaß. 🎾

Nachdem wir bereits am Abend unseren Rucksack gepackt hatten, ging es direkt am nächsten Morgen früh los zum Hafen. Unsere gebuchte Ganztagestour ging mit dem Schiff durch das sogenannte Platypus Bay bis auf die abgelegenere Strandseite von Fraser Island. Sie wird auch in indigener Sprache K’gari genannt und ist die größte Sandinsel der Welt.

Als Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist sie bekannt für ihre Regenwälder, Süßwasserseen- und flüsse und den 75 Mile Beach. Insbesondere an den Dünen sind die vielen verschiedenen Sandfarben gut erkennbar, die durch Winde und Verfestigung felsähnlich wirken können.

Das Platypus Bay, eine Bucht zwischen Hervey Bays Festland und Fraser Island, ist ebenfalls weltweit bekannt für Buckelwale. Jährlich versammeln sich hier zwischen August und Oktober tausende Buckelwale, um unter anderem ihre Kälber zu gebären und sich einfach auszuruhen, bevor es wieder zurück zur Antarktis auf Nahrungssuche geht. Tatsächlich war uns dies bei der Buchung unserer Tour gar nicht so bewusst, weshalb wir uns umso mehr über diese Nachricht freuten! In der Tat dauerte es nur wenige Minuten nach Eintreffen in der Bucht, bis wir die ersten Wale entdecken konnten. Unser Kapitän steuerte langsam in dieselbe Richtung, schaltete den Motor ab und wir warteten, ob die Wale mit uns interagieren wollten. Nach und nach näherten sich tatsächlich immer wieder kleine Walgruppen, die unser Boot neugierig umkreisten. Nachdem sie nach einer guten Viertelstunde immer noch interessiert waren, teilte die Crew uns mit, dass wir hinten am Boot an einem Seil ins Wasser zu den Walen schnorcheln dürfen.

Das ließen wir uns nicht zweimal sagen! In dem eher provisorischen kurzen Neoprenanzug war es EISKALT. 🥶 Aber egal, da mussten wir jetzt einmal durch. Beim Eintauchen ins Wasser bliebt uns allerdings nicht nur wegen der Kälte kurz der Atem weg. Direkt tauchte ein 12 Meter langes Weibchen unter unseren Köpfen hindurch. Wir konnten es gar nicht glauben. 🐋😍 Anschließend beobachteten wir sie noch eine ganze Weile vom oberen Deck aus.

Nach gut einer Stunde führten wir unser Programm in Richtung Fraser Island fort. Mit kleinen Booten mit ausfahrbaren Rädern wurden wir sogar ohne nasse Füße bis zum Strand gefahren. Wir hatten die Möglichkeit, einen wunderschönen menschenleeren Strand zu genießen und konnten optional eine Runde Kanu auf einem Süßwasserfluss fahren. 🛶

Nach dem Mittagsbuffet auf dem Boot ging es weiter an einen zweiten Ort auf der Insel, wo wir bei tollem Licht der Nachmittagssonne eine steile Sanddüne hinaufstiegen. Danach konnte man sich noch in einem kleinen See abkühlen oder aber einfach am Strand chillen, bevor es wieder Richtung Hafen ging.

Auf dem Rückweg machten wir nochmals 1,5 Stunden Halt im Platypus Bay und hatten erneut Glück, unzählige Buckelwale beobachten zu können. Einmal konnten wir sogar sieben Buckelwale auf einmal aus nächster Nähe sehen! Wirklich unglaublich! 🤯

Der Ausflug hat sich dank dieser einmaligen Walbegegnungen wirklich doppelt gelohnt und war ein absolutes Highlight unserer bisherigen Reise.

Noosaville

Am nächsten Morgen machten wir uns für fünf Nächte auf den Weg nach Noosaville. Noosa ist ein lebhaftes Urlaubsgebiet an der Sunshine Coast und bekannt für Wassersportaktivitäten und den Noosa Nationalpark. Unser Campingplatz, der Noosa River Holiday Park, lag direkt am Fluss kurz vor der Mündung ins Meer. Glücklicherweise lag unser Stehplatz in zweiter Reihe und wir hatten einen wunderschönen Blick aufs Wasser. Da die Fahrt nach Noosa für australische Verhältnisse sehr kurz war und wir bereits zur Mittagszeit ankamen, nutzten wir den restlichen Tag, um uns einen ersten Eindruck des kleinen Städtchens zu verschaffen. Auf unserem Weg in die Stadt waren wir wirklich beeindruckt von einer großen Vielzahl an schönen und luxuriösen Häusern direkt am Wasser und uns wurde direkt klar, warum es neben den Touristen auch bei den Australiern ein beliebtes Reiseziel ist.

Für den darauffolgenden Tag hatten wir uns die 8 Kilometer lange Wanderung durch den Noosa Nationalpark vorgenommen. Die ersten zweieinhalb Kilometer führten direkt an der Küste mit wunderschönem Blick aufs Wasser entlang. An der Spitze angekommen, erspähten wir in der Ferne erneut Buckelwale und eine Schule von Delfinen. 🐬

Perfekt zur Mittagshitze führte uns der Rückweg durch einen schattigen und schönen Waldabschnitt bis zurück in die Stadt. Dort gönnten wir uns wohlverdient einen leckeren Burger mit Pommes. 🍟🍔

Den verbleibenden Nachmittag sowie die folgenden Tage verbrachten wir mit viel Lesen, kleinen Sportsessions, Spaziergängen am Fluss entlang und tollen Sonnenuntergängen am Abend.

Mit Harvey Bay und Noosaville hatten wir zwei tolle Aufenthalte mit viel Meer und Sonne, bevor es für uns weiter in die Millionenstadt Brisbane geht. Damit sind wir wieder tagesaktuell und berichten euch hiervon wieder im nächsten Blog.

Kristin & Lukas

Ein Kommentar

  1. Wunderschöne Einblicke für diesen Abschnitt von Australien 😍 Fraser Island ist einer der schönsten Inseln finde ich 😍
    Ich bin so happy mit euch und genieße eure Reise mit. Mercy

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