Am Morgen des 25. April wurden wir in Kuta abgeholt und zum zwei Stunden entfernten Hafen von Lombok gefahren. Dort angekommen lernten wir die anderen Segelgäste und die Bootscrew kennen. Wir bekamen ein kurzes Briefing und legten pünktlich zum Ende des muslimischen Mittagsgebetes (endlich 🙃) ab. Beim leckeren Mittagessen lernten wir die Anderen besser kennen und verstanden uns auf Anhieb super gut mit zwei weiteren deutschen Pärchen, Larissa und Kevin und Alina und Marcel. 😊 Insgesamt waren 20 Gäste auf 10 Doppelkabinen verteilt und 10 Crewmitglieder an Board. Die Lady Grace besteht aus einem Unterdeck, dem Hauptdeck mit Speiseraum und schattigem Außenbereich, dem Oberdeck mit der Kapitänskajüte und einem Sonnendeck darüber.




Wir hatten wie die anderen beiden deutschen Pärchen die günstigsten Kabinen gebucht – also ging es für uns alle sechs unter Deck neben den Maschinenraum. 😅 Unsere 8 Quadratmeter Kajüte bestand im Wesentlichen aus einem Bett, einem kleinen Schreibtisch (als Klamottenablage 😂) und einem Bad mit eigener Toilette und Dusche. Obwohl es schon recht feucht war, war es dank Klimaanlage für die drei Nächte vollkommen in Ordnung.



Am ersten Abend wollten wir die Insel Kenawa zum Sonnenuntergang erreichen. Auf diesem Weg haben wir bereits einen Stopp zum Schnorcheln eingelegt. Zwei kleine Boote der Lady Grace brachten uns zu der kleinen Insel, wo wir anschließend einen riesigen Grashügel ,der untergehenden Sonne entgegen, hinaufstiegen. Die erste Nacht fuhren wir dann 11 Stunden bis zur Bucht Teluk Saleh. Trotz Kajüte neben dem Maschinenraum konnten wir ganz gut schlafen. 😴


Bereits um 5:15 Uhr wurden wir von einem Klopfen an unsere Tür geweckt. In dieser Bucht schütten lokale Fischer ihren Beifang und Wasser mit angereichertem Plankton ins Meer, um Walhaie anzufüttern. Tatsächlich ist pünktlich zum Morgengrauen der erste gesichtet worden! Bei einem malerischen Sonnenaufgang konnten wir schon vom Deck die wunderschönen Tiere bewundern, bis es hell genug war, um selbst ins Wasser hineinzuspringen. Da wir beide unsere Taucherbrillen und Flossen bereit hielten, waren wir auch die Ersten im Wasser. Insgesamt tauchten drei Walhaie rund um das Boot auf und einmal tauchte sogar ein großer direkt auf uns beide zu. 😍 Trotz unserer Skepsis bezüglich des Anfütterns, hatten wir echt Glück, da unser Segelboot das einzige neben drei kleineren lokalen Booten war und es nicht so voll im Wasser wurde, dass die Tiere bedrängt wurden. 😊 Scheinbar kann das in der Hochsaison auch ganz anders aussehen…






Während dem Frühstück steuerte der Kapitän bereits die nächste Insel an. Die Besonderheit an Satonda Island ist ein großer Salzwassersee in der Mitte der Insel. Leider gab es dort beim Schnorcheln nicht so viel zu sehen weshalb nur eine Runde schwammen und dann zurück an den Strand gingen, um ein traumhaftschönes Riff mit glasklarem Wasser vorzufinden. Zurück auf dem Boot spielten wir mit den anderen zwei Pärchen Würfelspiele und dösten ein bisschen im Schatten auf den Sitzsäcken vor uns hin. Wir hatten von dort aus 18 Stunden Seegang vor uns, weshalb wir einen tollen Sonnenuntergang auf dem oberen Deck bewundern konnten. Wie im Film ist dabei plötzlich eine große Delfinschule aufgetaucht! 🐬



Den dritten Tag begannen wir mit einem kleinen Ausflug auf eine nahegelegene Sandbank. Mit dem anschließenden Frühstück stärken wir uns für das nächste Schnorcheln.



Wir waren das einzige Boot in der gesamten Bucht und hatten tatsächlich das Glück mit einer Gruppe von mindestens acht Mantas im Wasser sein zu dürfen. Es war toll, wie sie ganz nah an einem vorbei geschommen sind und einfach majestätisch zu beobachten wie sie mit Leichtigkeit förmlich durchs Wasser schweben.



Dieser Tag war ziemlich durchgetaktet und es ging gleich weiter auf die Hauptinsel des Komodo Nationalparks, um die berühmten Komodowarane sehen zu können. Während der einstündigen Wanderung über die Insel konnten wir einige Echsen sehen, wobei wir uns sicher sind, dass diese extra in den Schatten der großen Bäume am Wegesrand gelockt und gefüttert werden…



Den Nachmittag verbrachten wir dann am sogenannten Pink Beach, dessen Sandfarbe je nach Licht leicht rosa schimmert aufgrund von roten Steinpartikeln.

Unser persönliches Highlight des Segeltrips war neben den Walhaien der folgende Sonnenuntergang auf der Insel Padar. Wir haben auf unserer Reise noch keinen so schönen Aussichtspunkt gesehen. Von ganz oben hat man einen atemberaubenden Blick auf drei Buchten mit drei verschiedenen Sandfarben (rosa, weiß und schwarz) und saftig grüne Felslandschaften, die im orangenen Licht der Sonne wunderschön aussehen. Auch wenn wir nach dem Aufstieg komplett durchgeschwitzt waren, hat es sich mehr als gelohnt. 🌄🥰





Am letzten Morgen wurden wir mit den kleinen Booten zu der süßen Insel Siaba gefahren. Direkt am Strand konnten wir bereits vom Steg aus ganz viele Riffhaibabys sehen! Auch hier gab einen kurzen aber steilen Aufstieg zu einem Aussichtspunkt.



Anschließend ging es zum letzten Mal schnorcheln. Hierbei sahen wir sogar noch eine kleine Schildkröte kurz vor Ende. 🐢 Zurück auf dem Boot konnten wir die letzten Stunden noch mit Springen vom oberen Deck und einem abschließenden gemeinsamen Mittagessen genießen bevor wir in den Hafen von Badjo einfuhren. ⛵️


Komodo – Schnelle Atmung durch starke Strömung
Hier verbrachten wir zwei weitere Nächte, da wir es uns nicht nehmen lassen wollten, wenigstens einmal im Komodo Nationalpark tauchen zu gehen. Auch bei leider nicht so guter Sicht können wir bestätigen, dass die Strömungen hier wirklich sehr stark sind! Es war teilweise sehr anstrengend dagegen anzuschwimmen und wir mussten uns auch des Öfteren mit Haken und Seilen im Boden verankern, um die Mantas beobachten zu können.





Der Segeltrip war wirklich eines unserer bisherigen Reisehighlights. Wir hatten wirklich ein schönes Boot, haben tolle Leute kennengelernt und werden uns noch lange an die traumhaften Landschaften und Tierbegegnungen erinnern. Der perfekte Abschluss für unser Süd-Ost-Asien-Kapitel! 😊

Inzwischen sind wir schon in West Australien unterwegs und werden euch in unserem nächsten Blog von der Ankunft in Perth berichten.
Bis dahin!
Kristin & Lukas


TRAUMHAFT 😍
Es klingt wunderschön und ich hab das knarren und rauschen vom segeln gehört und gespürt 😀
Die Landschaft und die Tiere, einfach nur wunderschön 😍