Meer und Laternen in weiten Fernen

Quy Nonh

Mit 1,5 Stunden Verspätung landeten wir (immer noch deutlich schneller als mit dem Bus) in Quy Nonh. Von dort aus brachte uns ein Grab Taxi zum 20km entfernten Casa Marina Resort direkt ans ostchinesische Meer. Mit direkter Strandlage und eigenem Pool ließ zu Beginn leider nur das Wetter etwas zu wünschen übrig. Doch auch ohne Sonne waren die Temperaturen angenehm sommerlich. Wir vertrieben uns die Zeit mit Billiardspielen und gingen meist mehrmals am Tag in das angrenzende Big Tree Bistro zum Essen. Dabei durften natürlich auch Karten- und Würfelspiele nicht fehlen. 😊

Lukas Geburtstag begannen wir mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet und einem kleinen Überraschungskuchen, den Kristin bereits vorab über das Hotel organisierte. Da es leider immer wieder regnete, haben wir den Ausflug in die Stadt Quy Nonh auf den Folgetag verschoben und ganz nach Lukas Vorstellungen einfach mal den ganzen Tag am Pool gechillt. 😊 Den Abend verbrachten wir mit leckerer Pizza erneut im Big Tree Bistro. 🍕

Am nächsten Tag wollten wir nach dem Frühstück wie geplant in die Stadt fahren. Allerdings riss während dem Zähneputzen plötzlich der Himmel auf und die Sonne kam erstmals seit zwei Tagen hindurch. Also Planänderung, rein in die Badesachen und ab ins Wasser! 💦 🌊☀️ Hierbei zogen sich die zwei Käseweißen (jeder weiß wer gemeint ist) erstmal einen leichten Sonnenbrand zu. Am Nachmittag wurde es wieder bewölkt und wir setzten unser eigentliches Tagesziel doch noch in die Tat um. Wir besichtigten die Long Khanh Pagoda, die eine wirklich schöne Tempelanlage mit Bonsaibäumen ist, schauten die antiken Tháp Đôi Türme an und spazierten nach Sonnenuntergang die Strandpromenade entlang. Nach einem leckeren Abendessen mit anschließendem Eis von Mixue ließen wir uns wieder zurück ins Resort fahren. Da wir beide ohnehin einfach mal ein bisschen abschalten und entspannen wollten und Anke auch etwas kränkelte, verbrachten wir den letzten Tag nochmal mit Pool und Meer.

Hoi An

Nach der vierten Nacht im schönen Strandresort stand uns der nächste Reisetag bevor. Für die 6-stündige Fahrt gönnten wir uns zu viert einen privaten Minivan nach Hội An, eine Stadt an der zentralen Küste Vietnams. Sie ist für ihre gut erhaltene, von Kanälen durchzogene Altstadt bekannt und spiegelt die Geschichte der ehemaligen Hafenstadt in ihrer Architektur wider. Eine Mischung aus verschiedenen Epochen und Stilen, die von hölzernen chinesischen Ladengeschäften und Tempeln über farbenfrohe französische Kolonialgebäude bis hin zu verzierten vietnamesischen Röhrenhäusern und der ikonischen japanischen überdachten Brücke mit ihrer Pagode reicht.

Unsere Unterkunft, die Cocoviet2 Villa Hoi An, lag nur wenige Gehminuten vom Altstadtkern entfernt und hatte alles zu bieten, was man sich für eine Stadtunterkunft wünschen kann. Wir hatten für uns vier ein zweistöckiges Haus mit drei Schlafzimmern inklusive Bädern, einen schönen Garten mit Sitzmöglichkeiten und sogar einen eigenen Pool.

Es gab zudem kostenlose Fahrräder, die wir auch gleich am nächsten Tag nutzten. Wir fuhren durch die nahegelegen Reisfelder und wollten uns bis zum Strand einfach treiben lassen. So entdeckten wir das Roving Chillhouse mitten in den saftig grünen Feldern. Es warm traumhaft ruhig und sehr idyllisch trotz grauem Himmel. Nach einem Erfrischungsgetränk ging es weiter zum Hidden Beach. Von versteckt kann man allerdings nicht sprechen und viel zu bieten hatte der Strand leider auch nicht. Es war jedoch nicht ganz umsonst, denn durch Zufall sind wir auf eine Freundin von Anke getroffen, die ebenfalls mit ihrem Mann und Sohn unterwegs war! Manchmal fragt man sich, wie so etwas möglich ist. 😅 Langsam begann es leicht zu regnen, woraufhin wir uns auf die Räder schwangen und nach Hause radelten.

Die restlichen Tage bummelten wir durch die schönen Gässchen der Altstadt, machten immer wieder ausgiebige Stopps in Cafés und schmausten einheimische vietnamesische Spezialitäten, wie den herzhaften vietnamesischen Pancake oder die Cao Lau Suppe, zu Abend. Nach Sonnenuntergang verwandelte die Stadt sich täglich zu einem Lichtermeer aus bunten Laternen, was Hoi An zu einem einzigartigen Erlebnis machte.

Zum Abschluss wollten wir es uns nicht entgehen lassen, auch einmal mit Korbbooten durch den Kokosnusswald zu schippern. Voll die Touri-Nummer mit Karaokebooten, Junggesellenabschieden und vor allem zwei armen vietnamesischen Frauen des älteren Semesters, die unsere Boote rudern mussten. 🫠😅 Es war jedenfalls ganz lustig und wir hatten Glück, dass der Himmel aufriss und wir die einstündige Fahrt bei Sonne genießen konnten.

Nach insgesamt 10 gemeinsamen Tagen endete am Morgen des 17. Februars leider auch schon unsere Zeit mit Anke und Dirk, die sich mit dem Flieger auf direktem Wege zu ihrem finalen Stopp nach Hanoi begaben. Für uns ging es hingegen mit dem Zug über den Wolkenpass nach Hué. Wir haben uns über ihren Besuch sehr gefreut und die gemeinsame Zeit genossen. Aber anstatt Trübsal zu blasen freuten wir uns darüber, im Zug schon wieder auf Udo zu treffen. Er scheint uns regelrecht zu verfolgen, oder wir ihn. 😄😉

Passend zur Faschingszeit heißt es also für uns – Humba Humba Humba Täteré, ab nach Hué! 🎉 🎭

Kristin & Lukas

2 Kommentare

  1. Wir sind euch unendlich dankbar für diese wunderbar gemeinsame Zeit. 😍
    Wir haben bei dieser für uns ersten Südostasienreise viel gelernt, was uns Mut und Lust für einen weiteren Trip in diese doch etwas andere, aber faszinierende Welt gemacht hat. Und was uns natürlich in den fünf Tagen Hanoi total geholfen hat. 😉
    Ihr wart die besten Reise(beg)leiter, die man sich wünschen kann.
    chúng tôi yêu bạn ❤️

    • Das freut uns doch sehr zu hören und wir danken auch euch für die wunderschöne gemeinsame Zeit!❤️ Ihr habt mit eurem Besuch jedenfalls ein kleines Stückchen Heimat nach fünf langen Monaten mit nach Vietnam gebracht.😘 Bis ganz bald wieder per Video 📱📞

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