Wie bereits angekündigt haben wir uns gestern Morgen auf den Weg zum Udawalawe Nationalpark begeben. Unser Tuk Tuk Fahrer, Nadin, der uns bereits vom Bahnhof in Tangalle abgeholt hat, brachte uns trotz mehrer Zwischenstopps in Rekordzeit zu unserem Ziel. Er zeigte uns auf dem Weg zum Beispiel eine der vier ältesten und größten Buddha Statuen Sri Lankas, das zweit größte, aber auch modernste, Gefängnis des Landes in der Stadt Ranna und einen großen Staudamm, der die Region Udawalawe mit Strom versorgt.


Unsere Unterkunft sah in echt noch viel schöner aus als auf den Bildern. Das Kottawatta River Bank Resort besteht aus zwölf zeltartigen Hütten mit einem großen Pool in der Mitte der Oase. Die modernen Spitzdach-Häuschen sind nach einem Indoor-Outdoor-Living Konzept gebaut, was einem das Gefühl gibt, in der Natur zu übernachten. Wir konnten jedes Blatt, was von den Bäumen auf das Dach gefallen ist und die ganzen Vögel und Tiere hören – wie beim Camping. Zudem gibt es ein echt gutes hoteleigenes Restaurant mit traditioneller Küche. Hier haben wir unsere erste Reisechallenge erfüllt: Wir haben insgesamt 50 Challenge-Karten, die wir selbst noch nicht kennen, sondern nach und nach zufällig ziehen. Immer erst dann, wenn wir die gezogene Karte erfüllt haben, dürfen wir mit der nächsten weitermachen. – vielen Dank nochmal für die tolle Idee an Kristins Marketing-Mädels 🙂



Der Udawalawe Nationalpark
Wir sind jedoch nicht nur für eine schöne Unterkunft hier hergekommen! Der Udawalawe Nationalpark wurde 1972 gegründet und ist mit 300 km² der drittgrößte Nationalpark in Sri Lanka. Er ist besonders bekannt für die ca. 600 frei lebenden Elefanten. Daneben ist das Naturschutzgebiet für viele verschiedene Vogelarten ein Zuhause und ein Badeparadies für Wasserbüffel und Krokodile.
Die erste Nacht in unserem Zelt war leider nur sehr kurz. Um 4:45 Uhr klingelte nämlich schon der Wecker und um 5:30 Uhr wurden wir von unserem Fahrer und selbsternannten Tourguide mit 7 Jahren Erfahrung abgeholt. Wir hatten den Jeep ganz für uns alleine und schon ging es los in den Sonnenaufgang hinein. Wir brauchten von unserer Unterkunft zum Parkeingang circa 30min (bei unserem Fahrer waren es eher 20). Als wir in der Morgensonne entgegen gefahren sind und einen wunderschönen Blick über das Udawalawe Reservoir hatten, konnte der Tag nur gut werden! Unser Fahrer überholte noch die ganze Jeep-Kolonne, sodass wir in der Pole Position in den Park fahren konnten. Seine rasante Fahrweise, ruckartige Abbremsmannöver und das Festfahren in zu tiefen Pfützen begleitete uns noch durch den ganzen Park. 😀


Elefanten und vieles mehr
Nachdem wir dank unserer Pole Position die ersten Elefanten bereits nach wenigen Metern über die Fahrbahn huschen sahen, warteten wir anschließend auf die nächste Begegnung über eine Stunde. Als wir die dicht bewachsenen Wege jedoch hinter uns gelassen und eine große Lichtung erreicht haben, konnten wir den Dickhäuter in der Ferne auf einer grünen saftigen Wiese beim Fressen erspähen.

Beim Weiterfahren entpuppte sich die Lichtung als wunderschöne Seelandschaft mit vielen Krokodilen, Schakalen, Wasserbüffeln, bunten Vögeln und Echsen.




Auf der Suche nach den nächsten Elefanten begegneten wir Affen, Chameleons, dem Doppelhornschnabel und dem süßen kleinen Asian Green Bee-Eater.




Und zum Abschluss darf natürlich unser Highlight der Safari nicht fehlen: Die Elefanten. Der Sri Lanka Elefant ist deutlich kleiner als der afrikanische und hat auch nur kleine Stoßzähne (wenn überhaupt), die nicht aus Elfenbein bestehen. Die Weibchen sind in kleinen Herden mit ihren Jungen unterwegs und die Männchen eher Einzelgänger. Zudem kann man sie anhand ihrer Hautfarbe und Körpergröße unterscheiden. Die Männchen sind etwas bräunlicher und größer.
Unser Fahrer schaffte es auch bei diesem ganz besonderen Moment der Erste zu sein, der eine Mama mit ihrem Jungtier entdeckte und wir sie aus grade mal zehn Metern Entfernung beobachten konnten, bis sie sich ins Dickicht zurückzogen.




Wir hatten einen tollen Tag und der Trip zum Nationalpark hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt. Es war beeindruckend, all diese Tiere in freier Wildbahn und hautnah zu erleben. Wir sind dankbar, mit unserem Parkeintritt den Naturschutz vor Ort zu unterstützen und einen kleinen Beitrag dafür zu leisten, dass solche Arten, wie der Sri Lanka Elefant, auch in Zukunft einen sicheren Lebensraum haben.
Artgerecht ist nur die Freiheit – Robert Marc Lehmann
Als nächstes geht es für uns weiter nach Ella in das Hochland von Sri Lanka.
Adé Udawalawe,
Kristin und Lukas


Es ist eine solche Freude, euren Bericht zu lesen. Weiterhin viel Spaß, ihr Beiden
Dickes Kussi Gabi
Wahnsinns Tierwelt und das Elefantenbaby sooo süß 🥰
Der Park ist traumhaft mit euren Bildern 😀